Walter Hilton
Glaube und Erfahrung (The Scale of Perfection)

Aus dem Altenglischen übertragen von Elisabeth Strakosch
Vorwort von Hans Urs von Balthasar


1966, 319 Seiten, Leinen
Euro 16.-; SFr. 31.-

Lectio Spiritualis 10

ISBN 978 3 89411 144 1  


Nach kleineren Werken der Klassiker der englischen Spiritualität wie: «Offenbarungen von göttlicher Liebe» Julianas von Norwich und die «Wolke des Nichtwissens» eines unbekannten Verfassers, erscheint die bedeutendste, erfolgreichste und in gewisser Beziehung abschließende Hauptschrift des Augustinerchorherrn Walter Hilton (ca. 1330-1396), die nicht nur in origineller und selbstgedachter Form die Tradition zusammenfasst, sondern bedeutsam vorausweist auf die Nacht-Lehre des Johannes vom Kreuz. Der Hauptgedanke ist kühn: der Christ soll versuchen, den Glauben, den er anfänglich wie theoretisch bekennt, sich so lebendig anzugestalten, dass er ihm zur gnadenhaften Erfahrung wird, wir würden heute sagen: dass er ihn existentiell verantwortet. Das ist freilich für Hilton nicht ohne ein radikales Sich-selber-Sterben und Für-Gott-Auferstehen möglich.
Thomas Morus hat Hiltons Buch hoch geschätzt und darin eines der Werke gesehen, die England die Frömmigkeit erhalten haben. Es ist das letzte große spitituelle Zeugnis Englands vor der Reformation. Nicht nur aus Pietät oder historischem Interesse, sondern sachlich um seiner selbst willen verdient Hiltons Werk, auch bei uns lebendig zu bleiben.