Henri Kardinal de Lubac

Geist aus der Geschichte
Das Schriftverständnis von Origenes


Übertragen und eingeleitet von Hans Urs von Balthasar


1968, 522 Seiten, Leinen
Euro 25.50; SFr. 50.-

ISBN 978 3 89411 160 1  


Henri de Lubacs «Geist aus der Geschichte» betrifft die Deutung der hl. Schrift, wie sie in den Werken des Origenes anzutreffen ist. Dieser erste grosse Exeget der jungen griechischen Kirche hat in seiner sprühenden Geistesart und in seiner nicht minder glühenden Liebe zu Christus, als Mann der Kirche, ein Werk geschaffen, das, wenngleich oft nicht wenig angefeindet und in vielen Stücken heute nicht mehr nachahmbar, doch für seine Zeit und bis zu uns herauf einen nicht abzuschätzenden Einfluss ausübte. Der bekannte Jesuitenpater de Lubac stellt hier Methode und Ergebnis der Schrifterklärung des Alexandriners dar und zeigt die Fülle des Geistes, die Origenes durch seine Schrifterklärung im Buchstaben der Geschichte entdeckte. Der Geist ist im Buchstaben wie der Honig in der Wabe (215). Alles aber, was Origenes auf dem Grunde des historischen Sinnes im mystischen und geistlichen Sinne noch tiefer erkennt, trifft «das einzige grosse Mysterium, das sich in Christus und der Kirche vollendet» (214). Das von Hans Urs von Balthasar, einem grossen Freund des Origenes, trefflich übersetzte Werk, ist hineingestellt in das Für und Wider, das Origenes erfahren hat.

 

D. Löpfe