Adrienne von Speyr

Apokalypse
Betrachtungen über die Geheime Offenbarung




31999, 833 Seiten, Leinen
Euro 35.-; SFr. 68.-

ISBN 978 3 89411 248 6    


Gleich auf den ersten Seiten, aber auch im weiteren Verlauf dieser Auslegung der Geheimen Offenbarung fällt auf, welche Bedeutung der Rolle des heiligen Johannes zugemessen wird. Es ist offenbar zum Verständnis der Apokalypse wichtig, wer sie geschrieben hat. Was aufgezeichnet ist, sind Visionen. Dieser doppelte Tatbestand führt wie von selbst zu einer Lehre der Mystik, die im ganzen Buch verstreut mitenthalten ist. Die meisten Schriften über Mystik behandeln den Gegenstand von der psychologischen Seite her, die zwar gewiss auch berücksichtigt werden soll, keinesfalls aber an das Wesentliche des Vorgangs heranführt. Mystik ist nicht in erster Linie ein «Erleben», dessen seelische Zustände interessant wären, sondern eine bestimmte, außerordentliche Form der Sendung Gottes an den Begnadeten, und durch ihn weiter an die Kirche. Dieser theologische Aspekt der Mystik wird von Adrienne von Speyr in einer bisher selten anzutreffenden Genauigkeit gesehen und dargestellt.