Ferdinand Ulrich
Gegenwart der Freiheit



1974, 209 Seiten, kartoniert
Euro 16.-; SFr. 31.-

Horizonte Neue Folge 8

ISBN 978 3 89411 288 2   


Hinter dem scheinbar abstrakten Titel verbirgt sich das Konkreteste: die Freiheit des Menschen, um die sich alles dreht, nicht als eine von der Vergangenheit her gegebene, überlieferte, auch nicht als eine erst zu suchende, künftige, sondern – in der Wirgestalt der Existenz – je gegenwärtige, geschenkte Freiheit. Der Blick in die Vergangenheit (als Re-ligio) ist, einseitig gesetzt, verabsolutiertes Heidentum, der Blick in die Zukunft (als U-topie), einseitig gesetzt, ist verabsolutiertes Judentum; beide heben sich auf. Ein echtes «Da» wird nur erreicht in der Vergegenwärtigung des göttlichen «Wir» in christlicher Gemeinschaftsgestalt, in der die Anliegen der Religion wie der Utopie erst wirklich zum Tragen kommen. Ulrich bietet hier – zumal in seinem zentralen Gespräch mit Nietzsche – strenge Ontologie, die zugleich von der großen Tradition (von Aristoteles über Thomas zu Heidegger) und vom biblisch-personalistischen Ansatz her befruchtet ist.