Erika Mitterer

Entsühnung des Kain
Neue Gedichte


1974, 70 Seiten, kartoniert
Euro 5.-; SFr. 10.-

Kriterien 34


ISBN 978 3 89411 293 6   


Erika Mitterer hatte als Achtzehnjährige mit einem Gedicht den alternden Rilke in Muzot angerufen; zwischen 1924 und 1926 entspann sich zwischen beiden ein berühmt gewordener Briefwechsel in Gedichten. Seither hat die Dichterin einen sehr weiten Weg zurückgelegt, und die hier vorgelegten neuen Gedichte sprechen in einem völlig anderen, vom religiösen Zeitgeschehen angerührten und bestimmten Ton zu uns. Erika Mitterer spricht deckungslos, sie kann deshalb auch schonungslos reden. Auch weil Kirchliches sie unmittelbar im Herzen trifft und verwundet, kann sie ebenso offen – nur von der Wahrheit geschützt – Kirchliches bloßstellen. Eine fast vermessene Hoffnung, die doch die Dimensionen Christi selbst hat, fasst alles ein, wie das Schlussgedicht über die Entsühnung Kains kundtut.