Georges Bernanos
Das sanfte Erbarmen – Die Geduld der Armen

Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Hans Urs von Balthasar
Neuauflage der beiden 1951 und 1954 erschienenen ersten Briefausgaben


2006, 242 Seiten, kartoniert
Euro 16.-; SFr. 24.-

Christliche Meister 53

ISBN 978 3 89411 393 3



Albert Béguin, ein Freund des Dichters, der sich auch nach dessen Tod um seinen Nachlass kümmerte, vor allem auch um die Sammlung seiner weit verstreuten Korrespondenz, hat dieser ersten Briefauswahl «Das sanfte Erbarmen» eine kurze Vita des Dichters vorangestellt. Béguin war auch H.U. von Balthasars Freund und so in der Lage, diesem kurz nach dem Tod des Dichters (1948) eine erste Briefauswahl zu ermöglichen ergänzt mit einigen Tagebuchblättern und dem Bericht über die letzte Erkrankung und den Tod des Dichters.
Im zweiten, 1954 erschienenen Bändchen «Die Geduld der Armen» spiegelt sich die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Diese Briefe sind meist Teil einer Korrespondenz, die uns sein schwieriges Leben miterleben lässt: u.a. täglich die von seinem Verleger geforderten Seiten zu schreiben, um mit seiner großen Familie überleben zu können. Darin erfahren wir auch von seiner Flucht über Mallorca nach Brasilien und schließlich zum Kriegsende seine Rückkehr nach Frankreich. Nach einer letzten Flucht nach Afrika, bringt man ihn kurz darauf nach Paris zurück, um dort zu sterben.
«Zu diesen Briefen lassen sich keine gebührenden Worte finden. Für den, der Bernanos liebt – und wer liebte ihn nicht, der ihn auch nur aus diesen Briefen kennt – sind sie fast zu überwältigend» (in: Wort und Wahrheit ). Falls sie heute wiederum zum Anstoß werden, Bernanos neu zu entdecken, hätte diese Neuauflage ihren Zweck erfüllt.