JOHANNES VERLAG EINSIEDELN


 

Ricardo Aldana

Unfehlbarkeit.
Ein Relikt vergangener Zeiten?


2022, ca 140 Seiten, kartoniert
ca € 16.- / CHF 24.-
Neue Kriterien 25
ISBN 978 3 89411 461 9


Der Begriff «Unfehlbarkeit» erregte eigentlich zu allen Zeiten Skepsis: Wie kann man einem Menschen, selbst wenn er Papst ist, ein letztgültiges Urteil in Glaubens- und Sittenfragen zusprechen? Heute wird die päpstliche Unfehlbarkeit mehr denn je in Zweifel gezogen, Autorität und zu leistender Gehorsam werden abgelehnt, das gemeine Kirchenvolk steht dem Lehramt eher kritisch gegenüber.
Ricardo Aldana legt hier in seinen Ausführungen einen starken Akzent auf die Entstehungsgeschichte und die historische Entwicklung des Dogmas: Warum wurde dieses Lehrschreiben formuliert, sind die damals maßgeblichen Überlegungen noch von Bedeutung, und können sie für heute fruchtbar gemacht werden? Welches Kirchenbild muss der Lehre von der Unfehlbarkeit zugrunde gelegt werden? Welche Rolle spielt das menschliche Gewissen?
Diesen und vielen anderen Fragen geht der Verfasser im vorliegenden Bändchen nach. Er will darin nicht nur Theologiegeschichte treiben, sondern deutet auf dem Boden des ignatianischen «sentire cum ecclesia» die Gestalt Petri typologisch und stellt sie einer hierarchisch verfassten Kirche vor.

 

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